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01. Oktober 2015
Ratgeber
Autor: Gabi Scheidt
Aller guten Dinge sind drei

Nach der Arbeit kommt sprichwörtlich das Vergnügen. Nach dem Arbeitsleben kommt der Ruhestand – und den möchte man genießen, sowohl im Hinblick auf die neue Lebenssituation als auch im Hinblick auf die finanzielle Absicherung. In Deutschland basiert die heutige Altersvorsorge auf dem sogenannten Drei-Säulen-Prinzip bestehend aus der gesetzlichen, der betrieblichen und der privaten Vorsorge.

Die Basis: Die gesetzliche Vorsorge

Unter der gesetzlichen Vorsorge versteht man die Einzahlung von Pflichtbeiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung. Diese Beiträge werden aber nicht für euch gespart, sondern finanzieren die aktuell zu bezahlenden Beiträge an die bereits vorhandenen Rentner. Leider habt ihr somit auch keine Garantie, die einbezahlten Beiträge in gleicher Höhe jemals wieder zurückgezahlt zu bekommen, lediglich eine Beteiligung an den laufenden Einnahmen.

Wenn ihr im Alter finanziell gut über die Runden kommen möchtet, solltet ihr euch nicht alleine auf die gesetzliche Rente verlassen. Denn nach einem langen Arbeitsleben bleiben aktuellen Berechnungen zufolge im Schnitt nur etwa 58 Prozent des letzten Netto-Einkommens an gesetzlicher Rente übrig. Damit klafft zwischen dem persönlichen Bedarf und den Alterseinkünften oft eine Versorgungslücke. Reisen, Hobbies oder eine umfassende Gesundheitsversorgung rücken damit für viele in weite Ferne. Wer seinen Lebensstandard auch im Alter halten möchte, muss deshalb zusätzlich privat Vorsorge treffen.

Der persönliche Zusatz: Die private Vorsorge

Bei der privaten Vorsorge, die ihr freiwillig abschließt, stehen verschiedene Modelle zur Auswahl: Bei einer privaten Rentenversicherung beispielsweise leistet man regelmäßige Beiträge, die angelegt werden. Im Ruhestand wird dann eine garantierte lebenslange Rente ausgezahlt. Aller Kritik zum Trotz sind private Lebens- oder Rentenversicherungen im Vergleich zu anderen Anlageformen immer noch sichere und rentable Anlageformen.

Auch mit Hilfe der Riester-Rente – der staatlich geförderten Form der privaten Vorsorge – können die Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung teilweise ausgeglichen werden. Zu den nicht staatlich geförderten Vorsorgemöglichkeiten zählen Investitionen in Aktien oder Immobilienfonds.

Der Zusatz vom Arbeitgeber: Die betriebliche Altersvorsorge

Viele Arbeitgeber bieten ihren Arbeitnehmern zusätzlich eine betriebliche firmenbezogene bzw. bereichsbezogene Altersvorsorge. In diese betriebliche Altersvorsorge zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen ein.
Am Ende der gesetzlichen Arbeitszeit erhält der Arbeitnehmer dann zusätzlich zu seiner gesetzlichen Altersvorsorge noch eine Betriebsrente seiner ehemaligen Firma.

Schließlich empfiehlt es sich, die eigene Vorsorge auch auf die Risiken der Berufsunfähigkeit und der Pflegebedürftigkeit zu überprüfen und für einen angemessenen Versicherungsschutz zu sorgen. Auch solltet ihr so früh wie möglich mit der Altersvorsorge zu beginnen. Das schafft Ruhe und Gelassenheit, der Faktor Zeit ist nicht zu unterschätzen.

Ein Patentrezept für die „richtige“ Altersversorgung gibt es nicht. Daher ist es ratsam, sich ausreichend Zeit zu nehmen, die finanziellen Möglichkeiten und den persönliche Vorsorgebedarf zu klären und mit einem Berater die passenden Lösungen auszuwählen.

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